Mauerwerk

Restaurierung von Steindenkmälern bedeutet nicht nur die Restaurierung und Konservierung von Steinmetzstücken und Bauteilen sondern auch die Restaurierung von Mauerwerk.

Neben dem Austausch von Steinen können hier Konservierungsverfahren angewandt werden, aber auch Vernadelungen und statische Ertüchtigungen notwendig sein. Häufig werden Fugen- und Mauermörtel bestimmt und überarbeitet, die dem historischen Vorbild in Farbe und Rezeptur entsprechen sollten.

Auch die Suche und der Einbau von regionalem Ersatzgestein sollte immer Teil einer sorgfältigen Restaurierung sein.

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Gruft Ernst

Die Gruft Ernst wurde auf dem Hauptfriedhof in Mainz ist in Form einer Miniatur-Kuppelbasilika in Anlehung an den byzantinischen Baustil im Jahr 1875 für das Ehepaar Ernst erbaut.

Der achteckige Zentralraum wird vierseitig symmetrisch von rechteckigen Apsidien begrenzt. Die Vorbauten sind mit ihren Spitzgiebeln nur in der Außenansicht wahrnehmbar.

Bekrönt wird das Bauwerk duch eine zweiteilige Steinkuppel, die auf einem vierteiligem Tambour aufgesetzt wurde. Die Kuppel wird verschlossen durch eine eingesetzte Laterne.

Wegen des schlechten Erhaltungszustandes der Backstein mußte die gesamte Gruftenanlage von unseren Restauratoren in Mainz abgebaut werden.

Alle Bauteie wurden gereinigt und restauriert und das Mauerwerk originalgetreu wieder aufgemauert.

Die Besonderheit bei diesem Bauwerk ist neben der filigranen Konstuktion der Wiederaufbau der Pententifkuppel und die Ringverankerung der Bauteile in den aufgehenden Kuppelbauteilen.

Quelle: Institut für Baustoffuntersuchung und Sanierungsplanung /A. Markert/2017

Römersteine Mainz

Die Römersteine sind Reste einer römischen Wasserleitung (Aquädukt) in der Nähe des zum Mainzer Stadtteil Bretzenheim gehörenden Zahlbach.

Die heute noch gut sichtbaren Überreste des Aquäduktes sind die so genannten Römersteine im Zahlbachtal in Mainz. Dort überspannte das Aquädukt in zweireihiger Bogenkonstruktion und mit bis zu 25 m Höhe einen Talgrund mit dem Wildgraben genannten Bach. Sichtbar sind die Überreste von 69 Pfeilern aus römischem Zement, bei einigen wenigen Pfeilern sind Stücke der Ummantelung in situ erhalten.

Dieses Jahr restaurieren wir die Römersteine Nr. 26 und 39.

Archäologischer Garten Frankfurt am Main

Seit Januar 2017 restaurieren wir in Frankfurt am Main die Mauerwerksbestände des Archäologischen Gartens. Es handelt sich hier um die originale Aula Regia der Königspfalz, einer Königshalle, die Ludwig der Fromme (778-840) für seine Reichsversammelungen errichten ließ.

Die Bestände wurden im Zuge des Neubaus des Stadthauses am Markt überbaut, so dass sich die Funde demnächst überdacht präsentieren.

Neben römischen Mauerwerksresten befinden sich dort die karolingischen Mauern des etwa 15 Meter langen „Königsgangs“ zwischen der Königspfalz und Salvatorkirche (Vorläuferkirche des Doms) aus dem 9. Jahrhundert und Mauerreste des Mittelalters.

Im Zuge der Restaurierung werden Mörtel verwendet, die durch das Schichten von Sanden mit gebrannten Kalksteinen trocken gelöscht und wie bauzeitlich verwendet, verarbeitet werden.

Neben restauratorischen Arbeiten wurde u. a. eine Rekonstruktion eines Hypokaustums aufgemauert.