Bildhauerei

Das Herstellen von Skulpturen aus Stein hat eine lange Tradition in der Firmengeschichte der Sauer GmbH. Schon zu Gründungzeiten des Betriebs wurden skulturale Bildwerke erstellt und auch figürlich und ornamental an Skulkturvorlagen oder auch Stuckdecken gearbeitet. Hierfür benötigt man besonder gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter, die figürliche Darstellungen fehlerfrei und meisterhaft umsetzen können.

Wir beschäftigen derzeit neben unseren Steinbildhauermeistern zwei akademische Bildhauer, die sowohl eine klassische Bildhauerausbildung am Stein, sowie über ein Hochschulstudium verfügen, um sich unseren Bildhaueraufträgen widmen zu können.

Sie planen ein Skulpturprojekt?
Schreiben Sie uns an!

Moses von Michelangelo

Transport des Moses aus dem Fachbereich des Kunsthistorischen Institutes der Universität Mainz und Restaurierung in unserer Werkstatt. Aufbau der auf einem Sockel in der Universitätsbibliothek auf dem Campus Mainz.

Löwe für das Raimunditor in Mainz

Im Januar 2014 haben wir in Frankreich einen Block aus Savonnieres Kalkstein ausgesucht, der passend für den Skulpturenrgrundriss von 171 x 75 cm mit einer Bankhöhe von 182 cm verfügbar war. Das Gewicht betrug 4,5 t und wurde bis zur Fertigstellung der Skulptur auf 2,7 t zurückgearbeitet. Im Januar 2015 wurde der hessische Löwe von unseren Steinmetzen in Mainz auf dem Raimunditor versetzt.

*Die seitengetreue Kopie eines Bildwerks ist seit alters eine bekannte und technisch nicht allzu anspruchsvolle Methode. Sie stellt an die Sorgfalt des Bildhauers sehr hohe, an das räumliche Vorstellungsvermögen dagegen weniger anspruchsvolle Anforderungen. Ganz anders verhält es sich bei einer spiegelbildlichen Kopie, bei deren Herstellung der Bildhauer bei jedem Punkt immer »in die andere Richtung« denken muss. Das erfordert allerhöchste Konzentration, denn nur ein einziges Mal den Stein nach links statt nach rechts abzuarbeiten, würde die ganze Arbeit zunichte machen. Die Herstellung der spiegelbildlichen Kopie geschah für jeden Punkt durch Abgreifen mit drei Zirkeln. Jeder Zirkelschlag wurde vom Vorbild auf die Kopie übertragen. Auf dem Rohling liegen die drei Zirkelschläge zunächst auseinander. Nachdem ein Stück zurückgearbeitet worden ist, werden die drei Zirkelschläge wiederholt. Die Linien liegen dann schon näher beieinander. Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, bis sich die drei Punkte schneiden. Dann ist der Punkt vom Vorbild exakt auf die Kopie übertragen. Bildhauer Hynek Chalupa legte neun Hauptpunkte, 160 Hauptmittelpunkte und 2400 Einzelpunkte auf den Löwen an, von denen jeder einzeln mit dem Zirkeln abgegriffen und übertragen wurde. Für die Fertigstellung benötigte er 800 Stunden.

Allerhöchstes Fingerspitzengefühl erforderte die delikat gestalteten Locken der Löwenmähne. Auch das Muskelspiel an den Hinterläufen ist anatomisch detailliert nachgezeichnet. Bedenkt man, dass bei dieser Arbeit mit ständig höchster Konzentration die Schlagrichtung kontrolliert werden muss, ferner, dass beim Blick auf das Original in das Spiegelbild zurückgedacht werden muss, dann erfasst man einigermaßen die außerordentlich große Leistung, die hier bildhauerisch und mental vollbracht worden ist.

*aus dem Text von Herrn Prof. Dr. Snetlage, der als Juror des Peter-Parler-Preises, den wir 2015 erhalten haben, die Skultur vorab besichtigt hat.

Engel aus Thassos-Marmor

Entwurf eines Engels für eine Grabstätte und Realisierung aus Thassos-Marmor, der speziell für dieses Projekt in Griechenland von uns ausgesucht wurde. Höhe ca. 165 cm mit frei stehenden Flügeln.